Es war einmal ein kleiner Bär
der hatte kein zu Hause mehr.
Ganz allein lief er herum
und schaute sich nach nem Plätzchen um.

Aus Russland musste er schnell wieder fliehn,
die wollten ihn nur tanzen sehn.
Und außerdem war es da halt
ganz furchtbar bitterböse kalt.

In Wien war er, ein nettes Örtchen,
dort gab es viele leckre Törtchen.
Die mochte er, das war ein Glück,
doch wurde er bald furchtbar dick.

Er fing dann an viel Rad zu fahren
um sich einen Weg zu bahnen
zu seiner Figur zurückzukehren
damit ihn bald wieder die Bärinnen begehren.

So kam er bald ins Bayernland
wo er ein kleines Lädchen fand.
In Füssen war es, ist auch egal,
er setzte sich halt dort ins Regal.

Ganz traurig saß er dort herum,
er kannte niemand, deshalb blieb er stumm.
Viel besser war es auch nicht hier,
er fragte sich: "Was mach ich nur mit mir?"

Er sollte dort nicht lange sein,
denn bald kam der Bär mit seiner Bärbel herein.
Sie suchten ein Bärchen für zu Haus,
ein liebes und kuschliges, und suchten ihn aus.

Jetzt ist das Bärchen glücklich und froh,
so was passiert im Leben, das ist halt so.
Gut dass es die beiden ins Lädchen trieb,
denn Bärchen hat die beiden ganz furchtbar lieb.

Es verging wohl einige Zeit
da verspürte Bärchen wieder Einsamkeit.
Bär und Bärbel schmusten rum
und Bärchen guckte dann nur dumm.

Wie gerne würde er ne Bärbel küssen
oder mit ihr liegen in den Kissen
und stets mit ihr zusammensein
den ganzen Tag, und nicht wie jetzt, allein.

Bär und Bärbel machten sich Sorgen.
Wo könnten sie ein Bärbelinchen borgen?
Zurück nach Füssen wär's zu weit,
das bräuchte eine Ewigkeit.

Da kam es Bärbel in den Sinn:
Ich geh mal zu dem Lädchen hin,
gleich um die Eck hier in der Stadt,
mal sehn was der Verkäufer hat.

Und glaub es einer, was sah sie da?
Ein Bärbelinchen, ganz wunderbar.
Fein sah sie in ihrem Kleidchen aus,
drum nahm Bärbel sie gleich mit nach Haus.

Und damit hatte sie viel, viel Glück,
denn bei den Bärchen war es Liebe auf den ersten Blick.

Jetzt sind alle glücklich und froh
und leben lang schon zusammen so.
Sie haben Spaß und lachen viel
und legen in ihre Beziehung viel Gefühl.

Doch war nicht alles eitel Sonnenschein,
es kann nicht immer Friede sein.
Auch streiten muss sich mal ein Pärchen;
das ist bei Menschen so und auch bei Bärchen.

Die Hausarbeit die ist ganz teuflisch
und deshalb streiten sie ganz häufig.

Bärbelinchen hat die Wäsche satt,
sie ist danach meist müd und platt.

Das Bärchen guckt dabei nur zu,
er hat halt lieber seine Ruh.
Er sitzt viel lieber am PC
dann tut ihm auch der Rücken nicht so weh.

Auch kochen mag Bärbelinchen nicht mehr,
sie hat Angst dass er zu dick wird, der Bär.
Denn er liegt danach meist faul im Bett
und das fördert nicht gerade die Abnahme von Fett.

Doch kriegt er dann schon wieder Mecker
während er isst, weil es ist doch so lecker,
dann zählt er sie auf, die ganzen Reparaturen
wobei er sich schon holte einige Blessuren.

Handwerkliches macht er nämlich immer alleine,
zu diesem Zweck kommt Bärbelinchen nie auf die Beine.
Sie überlässt es ihm und kümmert sich nicht,
damit ihr keine Fingerkralle bricht.

So macht halt jeder seinen Kram
und das so gut wie er eben kann.
Das ist kein Grund zu streiten,
das wird sie das ganze Leben noch begleiten.

 

Zurück zum Bärenfotoalbum
Zurück zur Bärenfamilie

Zurück zur AhDoMain